Freitag, 30. September 2011

Brisbane

In Brisbane angekommen, mussten wir erstmal mit unseren tausend Gepäckstücken einen leichten Hügel erklimmen, was in Anbetracht von ca. 30 Kilo Klamotten, Essen und anderem Schnulli auf dem Rücken richtig schwer war. Da frag ich mich auch, warum die 5 Hostels nebeneinander auf einem Hügel errichten… Der erste Eindruck von Brisbane war auch nicht der Beste. Überall wird gebaut, hässliche Hochhäuser, fehlender Strand und einfach ein unschönes Stadtbild. Wir haben uns von Anfang an nicht so wohlgefühlt.
Am ersten Abend haben wir einen Engländer und Iren kennengelernt, mit denen wir dann zu Freunden ins Appartement gefahren sind. Endlich mal nur englisch sprechen… Im Hostel waren einfach mal ca. 60 % Deutsche. Wir hatten einen echt lustigen Abend, bis wir dann in die Stadt gegangen sind und die sich auf offener Straße irgendwelche Drogen in den Hals gekippt haben. Als dann auch noch der Club 15 Dollar Eintritt gekostet hat, wussten wir, dass wir uns besser von denen verabschieden sollten. Strange!!!
Die Jobsuche war natürlich auch wieder entscheidend und wir konnten unser Glück kaum fassen, als wir einen Job als Erdbeerpflücker und –verpacker zugesagt bekommen haben. Was machen wir? Wir fahren mit Zug und Bus ins 2 Stunden entfernte Städtchen Marochydoore, um dann festzustellen, dass die Erdbeersaison vorbei ist und wir keinen Job haben. Die Backpacker werden hier seeeehr oft übers Ohr gehauen und diesmal waren wir die Opfer.
Also am nächsten Tag zurück nach Brisbane und bei einem Bekannten vom Arbeitgeber eines Freundes aus Spot X Unterschlupf gesucht und jetzt müssen wir in einem Vorort neue Hoffnung schöpfen und Pläne schmieden. Warum ist das hier im Moment so ganz anders, als wir uns es vorgestellt haben??? Aber da kenne ich ja nichts, da scheint für mich die Sonne auch an einem regnerischen und bewölkten Tag in Brisbane :D

Byron Bay

Nach Spot X ging es dann nach Byron Bay. Drei Stunden entfernt liegt die nächstgrößere Stadt, für Deutschland unvorstellbar. Auf dem Weg dorthin ging es durch kleine Dörfchen, grüne Wälder und vorbei an viiiielen Kängurus.
Tanja und ich waren dann vollkommen überfordert mit der Vorstellung uns wieder in die Zivilisation eingliedern zu müssen. Abends ging es dann in eine Backpacker Bar gegenüber vom Hostel, wo wir uns dann von Freibier und kostenlosen Sekt ablenken lassen haben. Hat auch geklappt, so dass wir am Ende mit hunderten anderen Backpackern und Einheimischen auf den Tischen getanzt haben :)
Byron Bay ist perfekt, um einfach nichts zu machen. Warum? Weil es einfach nichts gibt außer Shoppingmöglichkeiten und dem Strand. Ersteres kam für uns nicht in Frage, da wir ja immer noch kein Geld verdient haben… Also jeden Vormittag durch die Stadt gelaufen oder geradelt, um unsere Lebensläufe abzugeben und danach an den Strand…
So verging eine etwas langweilige Woche. Am letzten Tag in Byron hab ich dann mit einem Norweger eine Fahrradtour zum Leuchtturm gemacht. Bei gefühlten 25 bis 30 Grad mussten wir dann riesige Berge nach oben, bis wir den östlichsten Punkt des australischen Festlandes erreicht haben. Von dort aus ging es dann zu Fuß 30 Minuten zu einem Aussichtspunkt, auf dem wir dann sogar Wale gesehen haben. Super toll!!! Wenn andere von Wale Watching gesprochen haben, habe ich immer direkt an nen massiven Free Willy Killerwal gedacht, aber die vor Byron waren (leider) etwas kleiner.
Nachdem wir dann festgestellt haben, dass es hier mit Jobs auch nicht sonderlich gut aussieht, haben wir uns entschlossen nach Brisbane zu fahren. Dummerweise vorbei am Surfers Paradies und der Goldcoast… Ist vielleicht auch gut mal eine Weile nicht zu surfen, da ich mittlerweile echt glaube, dass mein Zeh gebrochen ist. Sport ist eben doch Mord!!!


2 Kugeln Eis: 5 Dollar. Man gönnt sich ja sonst nichts.


Montag, 26. September 2011

Spot X Surfing Resort

Oooooh, wie schön die Zeit im Surfcamp doch war. Aufgestanden, fertiges Frühstück vernascht. Surfen gegangen. Als Küchenfee bei der Zubereitung des Mittags geholfen, Mittag gegessen & wieder Freizeit gehabt. Entweder sind wir wieder surfen gegangen, haben in der Sonne gelegen, Sport gemacht oder gelesen... Endlich mal Zeit, um an sich zu denken. Keine Uni, kein Kino, keinerlei Verpflichtungen. Am Abend hab ich dann wieder für zwei Stunden gearbeitet und dann gabs Goon (4l Wein im Karton), Lagerfeuer und andere lustige Dinge :)
Nach dreieinhalb Wochen war es dann allerdings ein bisschen eintönig, so dass Tanja und ich uns zusammen auf die Reise zurück in die Zivilisation gemacht haben, um Geld zu verdienen.
Für die Fotos sind Tanja und ich extra um fünf aufgestanden. Zwei Mal, bis wir es wirklich geschafft haben. Aber hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Unsere Unterkunft. Man glaubt es kaum, aber ja, ich habe mich sehr wohl gefühlt. Hätte ich bei meinem Einzug auch nicht gedacht :)
Unsere Haustiere :)