Von Melbourne aus sind wir zu dritt in einem Campervan der billigsten Vermietung losgefahren. Warum ich den Preis erwähne? Dazu komme ich gleich... Am ersten Tag sind wir ca. 240 km Richtung Westen an der Küste entlang gerattert, haben die wunderschöne Aussicht genossen und sind abends bei kühlen Temperaturen und Regen im Nationalpark angekommen. Dort haben wir das Auto nur schief abstellen können, haben den hinteren Teil des Wagens nicht richtig zur Liegefläche umbauen können und haben somit eine erholsame Nacht verbracht...
Am nächsten Morgen bin ich, sage und schreibe, 10 km bis zu einem Leuchtturm gefahren. Als ich ausparken wollte, musste ich mit der Gangschaltung kämpfen, bis ich mit meinen Mechanikerkenntnissen feststellen musste, das wir einen Getriebeschaden haben. Oh mein Gott, da ging der Tag doch gut los!!!
Wir waren mitten in der Pampa und hatten somit keinen Handyempfang. Unser Glück war, dass wir noch auf dem Parkplatz des Leuchtturms waren und dort das Telefon benutzen konnten. 10.30 Uhr habe ich das erste Mal auf der Notfallhotline angerufen - 12.45 Uhr kam die Pannenhilfe, allerdings ohne Abschlepper - 18.45 Uhr kam ein neues Auto. Das hat gezeigt, dass Australien riesig ist und alles etwas länger dauert.
| Das alte Auto. So standen wir den ganzen Tag und haben die Blicke auf uns gezogen. |
| Sieht doch gleich besser aus, oder!? |
Aber damit war es nicht beendet. Zwar hatten wir ein neueres und luxeriöseres Auto, mit elektrischen Vorhängen, Klimaanlage und Kamera für's Rückwärtsfahren und vorallem AUTOMATIKGETRIEBE :D, dafür aber mit leuchtender Reservetankleuchte und nicht lösbarer Handbremse. Es war unglaublich. Hatte ich schon erwähnt, dass wir mitten in der Pampa waren und Australien riesig ist?
Der Pannenhilfemann hat uns die Handbremse zum Glück lösen können und danach haben wir sie einfach nie wieder angezogen. Auf dem Weg in den nächsten, 30 Minuten entfernten, Ort haben wir gezittert, waren aber richtig erleichtert, dass da doch wirklich eine Tankstelle war. Dummerweise hatte die seit 17 Uhr zu. Da es in Australien verboten ist wild zu campen, mussten wir uns einen Parkplatz auf Privatgelände suchen. Ich klopfe also an der erstbesten Tür und als mir geöffnet wurde, schossen mir alle Horrorfilme, die ich in meinem Leben schon gesehen habe durch den Kopf:
Drei deutsche Backpacker stehen im Nebel und Nieselregen, abends in der Dämmerung in einem kleinen Kaff und klopfen an eine Tür. DIe Tür knarckst und ein schwaches Licht fällt auf einen alten Mann mit Vollbart, dafür aber ohne Zähne (okay, er hatte noch 5-8), der am Unterarm Blut hatte. War es aber sein eigenes Blut??? Ich habe mich trotzdem entschlossen zu fragen, ob wir über nacht vor seinem Haus parken dürfen und er meinte nur "Ach, mich juckt das nicht." Am nächsten Morgen ist er auf einem alten Motorrad weggefahren und hat noch kurz gegrüßt, als passiert ihm das ständig. Wir konnten dann endlich tanken und unsere Tour ging weiter...
| Marius und Sophie |
| Ich habe übrigens nicht nach unten geguckt... |
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| Dort sind wir hoch gelaufen. Es war genau so schlimm, wie es aussieht :) |
| Der Weg nach oben. |
| Oben angekommen. und schon wieder so hoch... |
Danach sind wir noch 10 Stunden über kilometerlange gerade Straßen, mit einem kurzen Stopp zum Essen und Schlafen, nach Adelaide gafahren. Nach 6 Tagen und ca. 1360 km war der Spaß dann leider schon zu Ende.

Das Klippen- Foto ist der Oberhammer! Du kleiner Outdoor- Weltentdecker!!!
AntwortenLöschenUnd den Teil mit dem Van finde ich auch toll! ;-)