Dienstag, 21. Februar 2012

Wwoofing auf Kangaroo Island - Teil 1

Die letzten drei Wochen vor meiner Rückkehr habe ich schon geplant. Anfang März werde ich eine Outback Tour machen und zum Ayers Rock fahren. Im Anschluss fliege ich von Alice Springs nach Sydney und verbringe dort meine letzte australische Woche.

Bis dahin galt es zwei Wochen zu füllen. Weiterhin wollte ich gerne die Insel vor Adelaide - Kangaroo Island - besuchen, aber die Touren sind einfach unverschämt teuer. Da habe ich doch mal mein Wwoofing Buch aufgeschlagen und habe auch den Platz bekommen, den ich wollte. Da kann man auch schon mal früh 5.30 Uhr aufstehen und mit zwei Bussen und der Fähre übersetzen. Im nahegelegenen Ort der Farm musste ich dann nur noch 3,5 Stunden warten, bis sie mich abholen konnten. Australien halt.
Die Anzeige versprach einen Wildtierpark mit angeschlossener Farm und unterkommen sollte ich in einem Strandhaus. Klingt gut, war's aber auf den ersten Blick eher nicht.

Australier legen generell nicht so viel wert auf ihre Wohnungen, aber das Haus, in dem die Gastgeber mit ihren zwei kleinen Kindern wohnen, hat mich umgehauen. Es ist mega dreckig, überall Tiere, z.B. hat die Katze ihren Fressnapf auf der Arbeitsplatte, das kleine Kind war voller Schlamm und ist so auf dem Esstisch rumgeklettert und der Garten war unaufgeräumt sowie das Haus eine unrenovierte Ruine.
Das Strandhaus war dann schon besser. Der Ausblick auf die Bucht, die Sonnenuntergänge und der Strand sind bezaubernd und gegen die 50 Kangurus und Wallabies vor den Strandhäusern habe ich auch nichts :)
Am Morgen machen wir die Ferienhäuser sauber und mittags gehts zur Farm. Am ersten Tag habe ich Tannennadeln zusammengeharkt, als ich mich der Chef gerufen hat und ich bei der Wildtierparkführung mal kurz ein Opossum und eine Wüstenmaus vorführen sollte. Lustig.

Am zweiten Tag haben wir dann auf seinem 500 Hektar (ich habe es umgerechnet, es sind 5 km²)
Grundstück Vieh zusammengetrieben. Mit mir sind hier ein Franzose und ein Bauernmädchen aus Deutschland. Sie kann mir alles erklären und es macht echt Spaß auf der Ladefläche der Jeeps über Berge zu rasen und sich dreckig zu machen. Schon nach 2 Tagen habe ich überall Kratzer und Schmerzen. Ich habe mir die Schubkarrenmetallverstrebung auf den Fuß fallen lassen und mir sind Äste bei der Autofahrt ins Gesicht geschlagen. Aber nur so ist das ein richtiges Farmerlebniss. So kann ich über die Unordung und die dürftige Verpflegung hinwegsehen und freue mich auf all die Tiere und hoffe, ich sehe auch noch etwas von der Insel.



Fortsetzung folgt...

1 Kommentar:

  1. nicht dass du als Bear Grylls wieder kommst (du hast ja keinen Fernseher, das ist ein OutdoorSurvivalSpezialist)...

    Äste im Gesicht, Opossum vorgeführt und... Kinder..... Oh je!
    ;-)

    Ayers Rock wird sicher super toll! Ich bin jetzt schon aufgeregt und freue mich auf die Fotos! Und auf ein Foto vom Strandhaus!

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